Papua-Neuguineas großes LNG-Exportprojekt Papua LNG hat im Vorfeld einer endgültigen Investitionsentscheidung (FID) mehrere wirtschaftliche und vertragliche Meilensteine erreicht, darunter die Übertragung der Betriebsführung von TotalEnergies auf ExxonMobil und eine Senkung der geschätzten Projektinvestitionskosten auf rund 14 Mrd. USD (Pressemitteilung von TotalEnergies vom 07.09.2026).
Papua LNG ist ein Erdgasförderungs- und Verflüssigungsprojekt in Papua-Neuguinea, das auf eine Produktion von 5,6 Mio. Tonnen LNG pro Jahr ausgelegt ist und vorrangig die asiatischen Märkte versorgen soll. Der Pressemitteilung zufolge umfasst das Projekt Gasaufbereitungsanlagen, eine Pipeline, die die Felder mit dem Verflüssigungsstandort verbindet, sowie eine LNG-Infrastruktur in der Nähe von Port Moresby.
Das EPC-Ausschreibungsverfahren ist abgeschlossen, und die Empfehlungen für die Auftragsvergabe liegen nun zur Genehmigung durch die Projektpartner vor. TotalEnergies gab an, dass die Optimierung der Projektplanung und die Neuausschreibung der EPC-Pakete seit 2024 zu Kosteneinsparungen in Höhe von fast 4 Mrd. USD geführt haben.
Im Rahmen der überarbeiteten Struktur wird ExxonMobil die Betriebsführung von Papua LNG von TotalEnergies übernehmen. Die beiden Unternehmen werden den Übergang begleiten und gleichzeitig die Projektaktivitäten sowie die Verpflichtungen gegenüber den Behörden und Interessengruppen in Papua-Neuguinea fortsetzen.
TotalEnergies wird zudem nach dem geplanten Wiedereinstieg von Kumul Petroleum eine Beteiligung von 9,1 % an dem Projekt an die anderen Papua-LNG-Partner im Verhältnis zu deren bestehenden Beteiligungsanteilen veräußern. Nach der Transaktion und dem Wiedereinstieg des Staates wird TotalEnergies eine Beteiligung von 20 % behalten und gleichzeitig seinen Anteil an der LNG-Abnahme beibehalten.
Im Rahmen der überarbeiteten Beteiligungsstruktur wird ExxonMobil 34,1 % sowie die Betriebsführung übernehmen, Santos 21 %, ENEOS Xplora 2,4 % und Kumul Petroleum Holdings Limited sowie MRDC zusammen 22,5 %.
TotalEnergies hat zudem ein Joint Venture für den LNG-Vertrieb mit staatlich verbundenen Unternehmen, vertreten durch Kumul Petroleum Holdings, gegründet, um 2,4 Mio. Tonnen pro Jahr der geplanten Gesamtproduktion des Projekts von 5,6 Mio. Tonnen pro Jahr zu vermarkten.
Im Rahmen einer separaten Rahmenvereinbarung über die Abnahme erhält TotalEnergies Zugang zu 1,5 Mio. Tonnen pro Jahr für sein eigenes Portfolio.
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