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Energienachrichten

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Der russische Antimonopoldienst (FAS) hat dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung (73,3%) an dem deutschen Energiekonzern Uniper durch den finnischen Energiekonzern Fortum endgültig zugestimmt und damit den Weg für den Abschluss der Transaktion nach einer zwei-jährigen Blockade geebnet.

Energiemärkte

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) und Russland haben sich nicht auf eine weitere Kürzung der Rohölproduktion geeinigt, um die Rohölpreise zu glätten. Nachdem der Ausbruch des Coronavirus das für 2020 prognostizierte Wachstum der weltweiten Ölnachfrage von 1,1 mb/d (Prognose vom Dezember 2019) auf 0,48 mb/d im Jahr 2020 gedämpft hatte, schlugen die 14 OPEC-Länder auf dem nächsten Treffen der OPEC und der Nicht-OPEC Mitglieder eine weitere Kürzung der Rohölförderung um 1,5 mb/d bis zum 30. Juni 2020 vor.

Nach Angaben von WindEurope wuchs die Windkraftkapazität Europas im Jahr 2019 dank der Installation von 15,4 GW um 8% und erreichte Ende des Jahres 205 GW. Die Neuinstallationen sind um 27% höher als im Jahr 2018. Diese Zahl muss jedoch verdoppelt werden, um die Ziele des Green Deal zu erreichen. Über 3/4 der Neuinstallationen waren Onshore-Windkraftanlagen (11,7 GW) und 1/4 Offshore-Windkraftanlagen (3,6 GW).

Die OPEC-Mitglieder und die verbündeten Ölproduzenten, die so genannte OPEC+, haben sich darauf geeinigt, ihre Rohölproduktion bis zu ihrem nächsten Treffen Anfang März 2020 um weitere 500.000 bbl/d zu kürzen. Diese Vereinbarung führt zu Gesamtanpassungen von insgesamt 1,7 mb/d. Darüber hinaus wird Saudi-Arabien seinen zusätzlichen freiwilligen Beitrag von 400.000 bbl/d fortsetzen, was zu Anpassungen von mehr als 2,1 mb/d führt. Russland hat eine Quote von 300.000 bbl/d für das erste Quartal 2020 vereinbart, wobei Gaskondensat nicht eingeschlossen ist.

Die australische Regierung hat mit dem Bundesstaat New South Wales (NSW) ein gemeinsames Finanzierungsabkommen in Höhe von 2 Mrd. AUD (1,4 Mrd. US$) abgeschlossen, um zwei zwischenstaatliche Stromübertragungsleitungen (die Verbindungsleitung HumeLink von Snowy Hydro zum südlichen NSW und das Projekt der Verbindungsleitung Queensland-NSW) zu entwickeln, Teile des Stromnetzes an der Ostküste zu modernisieren und Projekte zur Reduzierung der CO2-Emissionen zu unterstützen.

Nach Angaben der indischen Regierung überschritt die installierte erneuerbare Energiekapazität in Indien im Dezember 2019 die Schwelle von 84 GW (84,4 GW), wobei die Windkraftkapazität 37.280 MW, die Solarkapazität 32.530 MW, die Biomassekapazität 9.940 MW und die Kleinwasserkraftkapazität 4.650 MW erreichte. Darüber hinaus befinden sich weitere 36,7 GW bereits in der Umsetzungsphase (25 GW Solar, 9,6 GW Windkraft, 1,4 GW Wind-Solar-Hybrid und 550 MW Kleinwasserkraft) und 29,6 GW werden ausgeschrieben (davon 25,8 GW Solar und 2,2 GW Wind).

Nach Angaben des dänischen Netzbetreibers Energinet betrug der Anteil der Windkraft am inländischen Stromverbrauch im Jahr 2019 47% und übertraf damit den bisherigen Rekord von 43% im Jahr 2017. Im Jahr 2018 betrug der Anteil der Windkraft 41% des dänischen Strombedarfs. Die Inbetriebnahme des von Vattenfall betriebenen 407-MW-Offshore-Windparks Horns Rev 3 vor der dänischen Westküste im Januar 2019 machte einen großen Teil der höheren Windstromerzeugung aus: Ende 2019 erreichte der Park mit einer Leistung von 1,7 TWh/Jahr seinen Vollbetrieb.

Energiepolitik und regulatorische Verfahren

Singapur beabsichtigt, die Menge an Treibhausgasemissionen (THG), die es von seinem Höchststand im Jahr 2030 erzeugen wird, bis 2050 zu halbieren. Gemäss seiner langfristigen Strategie für eine emissionsarme Entwicklung rechnet das Land mit einem Ausstoss von 33 MtCO2eq im Jahr 2050, gegenüber 65 MtCO2eq im Jahr 2030. Das neue Ziel, das ein neues THG, Stickstofftrifluorid (NF3), umfasst, wird in Singapurs Aktualisierung des national festgelegten Beitrags (NDC) im Jahr 2020 aufgenommen werden.

Die indonesische Regierung plant, vor Ende 2020 ein experimentelles Emissionshandelssystem einzurichten. Es würde die Stromerzeugung, die Zementproduktion, Düngemittel sowie Zellstoff und Papier umfassen. Ein Verordnungsentwurf könnte dem Präsidenten im März 2020 zur Genehmigung vorgelegt werden. Nach der Pilotphase könnte das volle Emissionshandelssystem 2024 eingeführt werden.

Prognosen

Nach Angaben der US Energy Information Administration (EIA) wird sich die Lücke zwischen Gasexporten und -importen in den Vereinigten Staaten in den Jahren 2020 und 2021 voraussichtlich vergrößern: Die US-Gasexporte dürften die Gasimporte im Jahr 2020 um durchschnittlich 7,3 Mrd. Kubikfuß pro Tag (ca. 206 Mio. Kubikmeter pro Tag oder 75 Mrd. Kubikmeter pro Jahr) und 2021 um 8,9 Mrd. Kubikfuß pro Tag (252 Mio. Kubikmeter pro Tag oder 92 Mrd. Kubikmeter pro Jahr) übersteigen.