Publications

Südkorea will 30 Kohlekraftwerke bis 2034 schließen

Mi, 09/09/2020

Die südkoreanische Regierung plant, 10 bestehende Kohlekraftwerke bis 2022 und weitere 20 bis 2034 abzuschalten, um den Ausstoß von Treibhausgasen (THG) zu reduzieren und erneuerbare Energiequellen zu fördern. Vier kohlebefeuerte Einheiten wurden bereits abgeschaltet, nämlich die Einheiten 1 und 2 in Yeongdong (325 MW) und die Einheiten 1 und 2 in Seocheon (400 MW). Die Regierung plant, bis 2022 die noch in Betrieb befindlichen Samcheonpo-Einheiten 1 und 2 (1.120 MW), Honam-Einheiten 1 und 2 (500 MW) und Boryeong-Einheiten 1 und 2 (1.00 MW) abzuschalten. Die 20 weiteren Kohlekraftwerke, die bis 2034 abgeschaltet werden sollen, wurden bisher nicht spezifiziert. Darüber hinaus beabsichtigt die südkoreanische Regierung, die Zahl der Solar- und Windkraftwerke bis 2025 im Vergleich zu 2019 zu verdreifachen.

Im Mai 2020 legte Südkorea einen langfristigen Energieplan (grundlegende Energiepolitik für die Jahre 2020-2034) vor, der eine Umstellung von thermischer und nuklearer Stromerzeugung auf erneuerbare Energien vorsieht. Der Plan zielt darauf ab, den Anteil der erneuerbaren Energien an den Kraftwerkskapazitäten von derzeit 15% auf 40% bis 2034 zu erhöhen, wobei der Anteil der LNG-gefeuerten Kraftwerke von etwa 31-32% gehalten und alle Kohlekraftwerke, deren 30-jährige Betriebsdauer ausläuft, bis 2034 stillgelegt werden sollen.

Südkorea verfügt derzeit über 60 Kohlekraftwerke, die mehr als 1/4 der gesamten Stromerzeugung im Jahr 2019 ausmachen. Die Hälfte der in Betrieb befindlichen Kohlekraftwerke wäre von diesen 30-jährigen Stilllegungsbedingungen betroffen. Die Regierung plant, 24 von ihnen auf LNG umzurüsten, um eine Stromknappheit zu vermeiden, da die Spitzennachfrage um durchschnittlich 1%/Jahr steigen und im Jahr 2034 104 GW erreichen dürfte.

Registrieren Sie sich für unseren täglichen Newsletter


Suchen Sie nach umfassenden und aktuellen Energie- und CO2-Daten ?

Dann ist Weltweite Energie- Markt Daten und CO2 Ihre Datenbank! Mit weltweiter Abdeckung der Öl-, Gas-, Kohle- und Energiemärkte und einem detaillierten Überblick über die nationalen Daten zu Angebot und Nachfrage aus dem Jahr 1970.

Diese Energiedatenbank nutzt mehr als 200 offizielle Datenquellen, die von unseren Datenspezialisten verarbeitet werden, um vollständig harmonisierte Datensätze bereitzustellen, die monatlich aktualisiert werden.